Lexikon mit Fachbegriffen zu Baufinanzierung und Immobilien
Verkehrswert
Der Verkehrswert als Grundlage der Baufinanzierung und Immobilienbewertung
Der Verkehrswert einer Immobilie, synonym auch als Marktwert bezeichnet, repräsentiert den Preis, der zum Bewertungszeitpunkt bei einem Verkauf des Objekts unter üblichen Marktbedingungen realistischerweise erzielt werden könnte. Die Ermittlung dieses Wertes basiert auf einer Vielzahl von Faktoren, darunter:
Mikro- und Makrolage der Immobilie: Die Attraktivität des Standorts, die Infrastruktur und die Umgebung spielen eine wesentliche Rolle.
Zustand und Ausstattung der Immobilie: Baujahr, Modernisierungsgrad, Baumaterialien und die Qualität der Innenausstattung beeinflussen den Wert.
Aktuelle Marktentwicklung und Nachfragesituation: Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage im regionalen Immobilienmarkt wirkt sich direkt auf den Preis aus.
Vergleichswerte ähnlicher Objekte: Die Verkaufspreise vergleichbarer Immobilien in der näheren Umgebung dienen als wichtige Referenzpunkte.
In der Baufinanzierung nimmt der Verkehrswert eine zentrale Stellung ein, da Banken und Kreditinstitute ihn als Basis für die Berechnung der Beleihungsgrenze heranziehen. Eine präzise und nachvollziehbare Bewertung ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass der Kreditnehmer adäquate Sicherheiten für das gewährte Darlehen bietet. Ein zu hoch angesetzter Verkehrswert kann zu einer Überfinanzierung führen, während ein zu niedriger Wert die Kreditaufnahme erschweren kann.
Das Wegerecht im Kontext von Baufinanzierung und Immobilien
Das Wegerecht ist ein dingliches Recht, das einer bestimmten Person oder den Eigentümern eines bestimmten Grundstücks erlaubt, das Grundstück eines anderen zu betreten oder zu befahren. Im Bereich der Baufinanzierung und bei immobilienbezogenen Fragestellungen kann das Wegerecht in folgenden Fällen relevant werden:
Fehlendes eigenes Zugangsrecht: Wenn ein Grundstück keine direkte Anbindung an eine öffentliche Straße besitzt und der Zugang nur über das Nachbargrundstück möglich ist.
Notwendigkeit zur Nutzung von Infrastruktur: Wenn Leitungen für Wasser, Strom, Abwasser oder andere Versorgungseinrichtungen über ein fremdes Grundstück verlaufen und deren Wartung oder Zugang gewährleistet werden muss.
Die Ausgestaltung eines Wegerechts kann durch private Verträge zwischen den Grundstückseigentümern erfolgen und wird häufig im Grundbuch des belasteten Grundstücks eingetragen, um seine Gültigkeit gegenüber Dritten zu sichern. Die Klärung bestehender Wegerechte ist von entscheidender Bedeutung, da sie die Nutzbarkeit und somit auch den Wert einer Immobilie maßgeblich beeinflussen können. Ein ungeklärtes oder ungünstiges Wegerecht kann die Attraktivität und den potenziellen Verkaufspreis einer Immobilie erheblich mindern und auch bei der Finanzierung zu Problemen führen.

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